Was KI-Antworten über ihre Quellen verraten
Moderne Antwortsysteme erfinden ihre Empfehlungen nicht aus dem Nichts. Viele von ihnen suchen zuerst im Web, zerlegen Ihre Frage in Teilfragen und schreiben dann aus den besten Treffern eine zusammenhängende Antwort. Als Quelle genannt wird also, wer zuerst gefunden wird und dann auch etwas Brauchbares sagt. Genau deshalb hängen klassische Suchmaschinenoptimierung und die Arbeit für KI-Sichtbarkeit so eng zusammen.
Die bekannteste Untersuchung dazu ist die Arbeit von Aggarwal und anderen, die auf der Konferenz KDD 2024 angenommen wurde. Die Forschenden haben getestet, welche Veränderungen an einem Text seine Sichtbarkeit in generierten Antworten erhöhen. Laut der Zusammenfassung der Studie sind damit bis zu 40 Prozent mehr Sichtbarkeit möglich, wobei die Wirkung je nach Themengebiet stark schwankt. Am besten schnitten Quellenangaben, Zitate und Statistiken ab.
Daneben steht die Aussage von Google selbst. In der Dokumentation zu KI-Funktionen steht, dass es für die KI-Übersichten und den KI-Modus keine zusätzlichen Anforderungen gibt, und dass weder neue Dateien noch besonderes Schema nötig sind. Die normalen Grundlagen bleiben entscheidend, eine Aufnahme wird aber auch dann nicht garantiert. Jedes Unternehmen hat damit grundsätzlich dieselben Chancen, wenn die Arbeit stimmt.
Fünf Schritte, um als Quelle in Frage zu kommen
Erstens, beantworten Sie echte Fragen direkt. Schreiben Sie die Antwort in den ersten Satz eines Abschnitts und erkläre danach, warum sie gilt. Ein Absatz sollte auch dann Sinn ergeben, wenn er allein zitiert wird. Sammeln Sie die Fragen dafür am besten bei den Menschen, die täglich mit Ihren Kunden sprechen, denn dort klingen sie anders als in jedem Werkzeug.
Zweitens, nennen Sie Zahlen und Belege. Wie lange dauert es, was kostet es üblicherweise, wie oft kommt es vor? Selbst einfache eigene Werte aus Ihrer Arbeit sind wertvoll, weil sie sonst niemand hat. Fremde Zahlen sollten immer mit ihrer Quelle erscheinen, und lieber nennen Sie eine überprüfbare Angabe als drei unbelegte.
Drittens, zeigen Sie, wer da spricht. Ein Text mit Namen, Funktion und Berufserfahrung ist glaubwürdiger als ein namenloser Text. Das gilt für Menschen und vermutlich auch für Maschinen. Ihr Unternehmen, Ihre Leistungen und Ihre Fachleute sollten deshalb auf der Website klar beschrieben und überall einheitlich benannt sein.
Viertens, halten Sie die Technik sauber. Wichtige Inhalte gehören als Text auf die Seite, nicht in Bilder oder Dateien. Das Crawling muss erlaubt sein, auch beim Hoster und im CDN, und interne Links müssen zu jeder wichtigen Seite führen. Bei Google lassen sich solche Punkte in der Search Console prüfen, und die Daten aus den KI-Funktionen fließen dort in die normalen Suchdaten ein.
Fünftens, sorgen Sie dafür, dass andere über Sie schreiben. Verbände, Fachzeitschriften, Lokalpresse und Bewertungen sind Quellen, auf die sich Antwortsysteme gerne stützen. Wer nur auf seiner eigenen Seite gut über sich spricht, wirkt weniger überzeugend. Das braucht Zeit, ist aber auch die Arbeit, die Ihnen Wettbewerber am schwersten nachmachen können.
So überprüfen Sie, ob es funktioniert
Legen Sie sich eine feste Liste aus zehn bis zwanzig Fragen an und stellen Sie sie in regelmäßigen Abständen in denselben Systemen. Halten Sie fest, ob Sie genannt werden, an welcher Stelle und welche Quellen angegeben sind. Eine einzelne Antwort sagt wenig, denn sie ändert sich von Versuch zu Versuch. Über mehrere Monate hinweg lassen sich aber sehr wohl klare Tendenzen erkennen.
Einen schnellen ersten Eindruck bekommen Sie mit dem kleinen Werkzeug auf unserer Seite zum Sichtbarkeitscheck, das Ihnen passende Fragen für Ihre Branche und Ihre Stadt schreibt. Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, begleiten wir Sie dabei auch gerne dauerhaft. Unsere Arbeit dazu beschreiben wir ausführlich auf der Seite zur Sichtbarkeit in Antwortsystemen.
Gefunden werden, klar antworten, belegen, zeigen, wer spricht, und von anderen erwähnt werden. Das ist kein Trick, sondern schlicht gute Arbeit an Ihrer Website.
